Im Jahr 2014 wurden sie aus Shingal (auch: „Sindschar“) vom IS vertrieben und viele von ihnen ermordet, andere als Sklavinnen entführt. Sie gehören zum Volk der Jesiden (ihre Eigenbezeichnung ist: Ezidy bzw. Esiden). Die Esiden haben gezählt: Der IS-Angriff war der 74. Völkermord in der Geschichte dieses Volkes. Nun kehren immer mehr von ihnen an den Ort des Grauens zurück. Sie finden ihre zerstörten oder teilzerstörten und ausgeraubten Häuser vor, müssen ihre Existenz komplett neu aufbauen. Doch zunächst müssen sie den Winter überleben. Dabei helfen wir ihnen. Vor wenigen Tagen haben unsere Mitarbeiter kleine Heizkörper (Foto) an etwa 1.000 Familien verteilt, die die Menschen vor dem Erfrieren schützen sollen.

Selbstverständlich benötigen die Heimkehrer noch mehr schon für diesen Winter. Aber dafür müssen wir weitere Einnahmen bekommen. Im Moment können wir nur das Allernotwendigste verteilen.

Viele Esiden lebten vor ihrer Vertreibung ländlich und hielten Haustiere. Wir möchten ihnen Tiere zum Züchten beschaffen. Einen Versuch haben wir bereits vor drei Jahren mit Hühnern und Gänsen in kleinen Esiden-Camps gestartet. Später möchten wir ihnen Schafe geben. Ähnliche Projekte haben wir schon vor Jahren in Afghanistan erfolgreich durchgeführt.

Update am 12.Januar: Weitere Familien kamen nach Shingal. Inzwischen haben wir Heizkörper an 1.450 Familien verteilt.

Ermöglichen Sie uns mit Ihrer Spende, die Esiden mit weiteren Projekten zu unterstützen.

 

 

 

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