Trinkwasser

Zugang zu sauberem Trinkwasser – ein Menschenrecht

Zugang zu sauberem Trinkwasser – ein Menschenrecht

Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein Menschenrecht: Für uns in Deutschland eine Selbstverständlichkeit, nicht so für die Menschen in Afghanistan. In dem regenarmen Land

muss oft tief gegraben werden um Grundwasser zu finden, nicht selten 20 bis 60 Meter. In Absprache mit den Dorfältesten gräbt oder bohrt Shelter Now an verschiedenen Stellen im Dorf Brunnen, sichert sie und installiert Handpumpen. Eine Dieselpumpe würde den Grundwasserspiegel zu sehr senken und nach einiger Zeit alle Brunnen austrocknen lassen.

Einen Brunnen zu graben, zu sichern und mit einer Handpumpe zu versehen kostet mindestens 1200 Euro. Er spendet Trinkwasser für bis zu 40 Familien.

Einen Brunnen stiften – DIE Idee!

Ein Brunnen in Afghanistan kostet ab ca. 1.200 Euro.

Es begann mit einer Familie, die die Idee hatte ihren drei Kindern einen Brunnen zu „schenken“. Sie überwiesen uns dreimal die Summe für einen Brunnen, und wir konnten mit diesem Geld in Afghanistan drei Brunnen erstellen. Auf diesen befinden sich nun Marmortafeln mit den Namen dieser drei Kinder: Salome, Esperanza und Nathanael. Die Kinder sind stolz einen „eigenen“ Brunnen in Afghanistan zu besitzen, der für Hunderte Menschen sauberes Trinkwasser liefert.

Andere griffen die Idee auf und stifteten Brunnen und gaben uns dazu eine Widmung, die inzwischen darauf angebracht wurde. Bis jetzt konnten auf diese Weise über 150 Brunnen gebaut werden!

Eine gute Idee für eine Familie oder eine Schulklasse, Kirchengemeinde, Belegschaft, …

Dieser Brunnen im Dorf Sarde wurde gestiftet von Sonja u. Axel Juhre.

Der Brunnen „Esperanza“ im Dorf Mirza Moh. Khan wurde gestiftet von Fam. Pfau.

Der Brunnen „Salome“ im Dorf Pushti Jui wurde gestiftet von Fam. Pfau.

Der Brunnen „Nathanael“ im Dorf Pushti Jui wurde gestiftet von Fam. Pfau.

Dieser Brunnen im Dorf Mirza Moh. Khan wurde gestiftet von T. van Dujin.

Dieser Brunnen im Dorf Mirza Moh. Khan wurde gestiftet von DM-Drugstore Market, Griesheim.

Dieser Brunnen im Dorf Sarde wurde gestiftet von Helmut u. Monika Reisinger.

Dieser Brunnen im Dorf Sirawondai wurde gestiftet von einer Familie aus Braunschweig.

Aus Sicherheitsgründen sind die Standorte der Brunnen nur ungefähr angegeben. Auf den Fotos sind nicht alle gestifteten Brunnen zu sehen, da nicht alle Stifter ihren Brunnen im Internet veröffentlicht haben wollen.

Neuere Zahlen

Es ist noch immer nicht einfach gesicherte Statistiken zu erhalten. Aber nach UN-Angaben haben inzwischen über 60% der Bevölkerung Afghanistans Zugang zu sauberem Trinkwasser – im Vergleich zu 4,8% vor 2001. Ebenso haben inzwischen 37% Zugang zu einer privaten Toilette. Nicht zuletzt damit verbunden ist die Kleinkindersterblichkeitsrate (vor dem 5. Geburtstag) von 176 auf 1.000 Geburten zurückgegangen auf 98,5.

Allerdings sind die Unterschiede zwischen städtischer und ländlicher Bevölkerung groß.

Frisches Quellwasser in Nordost-Afghanistan

In der Provinz Badakhshan gibt es genug Wasser in den hohen Bergen. Da dies aber an der Oberfläche durch die Dörfer fließt, ist es zumeist verunreinigt und verursacht Krankheiten. Shelter Now installiert zusammen mit den Dorfbewohnern Wasserleitungen von der Quelle bis zum Dorf. Diese geben das ganze Jahr frisches, sauberes Trinkwasser. Auch Schulen werden mit diesen Systemen versorgt. Dazu gibt es ein Hygiene-Training für Lehrer und Schüler.