Bildung und Ausbildung in Kurdistan

Geflüchtete esidische Kinder können wieder zur Schule gehen.

Udo Stolte berichtet: „Bei meinem ersten Besuch der kleinen Esiden-Camps hatten Eltern und ein Lehrer eine provisorische Zeltschule gestaltet, was mich beeindruckt hat. Ein Jahr später traf ich die Kinder am Vormittag spielend an. Auf meine Frage, warum sie nicht in der Schule seien, sagten sie, ihr Lehrer sei nach Deutschland gegangen“

Reguläre Schulen waren zu weit entfernt. Kein Geld für die Transporte, kein Schulmaterial, kein Schulunterricht!

Mit Hilfe einer befreundeten Organisation und privaten Spenden können wir seitdem Schulunterricht für diese ca. 40 bis 50 Kinder ermöglichen. In dem Video bedanken sie sich.

Helen: „My Dream: Child Centre in Baadre Camp“

Im Norden der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak finden wir mehrere große Camps mit geflüchteten Esiden. In einem haben Helen und weitere Frauen ein kleines Paradies geschaffen: Fröhliche Kinder im Alter von 4 bis 15 spielen, singen, tanzen, lachen und arbeiten mit spannendem Unterrichtsmaterial nach der Montessori-Pädagogik.

Die jungen Lehrerinnen sind hochmotiviert, die Kinder begeistert. Es macht großen Spaß ihnen zuzuschauen. Mit 30 Kindern fing es vor wenigen Jahren an, jetzt sind es 120.

Man sieht ihnen kaum noch an, was diese Kinder durchmachen mussten. Es sind Kriegswaisen, Opfer des IS. Manche von ihnen haben Schreckliches erlebt.

Wir wollen ihnen weiterhin helfen. Bitte unterstützen Sie uns dabei!

 

Der Eingang des Reha-Zentrums

Das neue Gebäude

 

Die Mädchen im Reha-Zentrum und unsere Mitarbeiterinnen

Kunsthandwerk als Therapie

 

„Zhian“ ist der Name unseres neuen Traumatherapie-Zentrums in Kurdistan

Auf Deutsch heißt es „Leben“

Das neue, in frischen Farben gestrichene Haus mit hellen Räumen wurde gerade zweckmäßig eingerichtet. An zwei Tagen in der Woche kommen für je vier Stunden junge Frauen in das Zentrum, um neue Perspektiven für ihr Leben zu finden. Es handelt sich um frühere Sklavinnen des sogenannten Islamischen Staates, die zwar inzwischen befreit wurden, aber unter den furchtbaren Erlebnissen in ihrer Gefangenschaft leiden, zutiefst traumatisiert sind.

Vier angestellte und sechs ehrenamtliche Personen arbeiten hier mit 25 bis 30 jungen Frauen im Alter von 18 bis 27 Jahren. Es gibt sowohl individuelle Beratung, als auch gemeinsames Singen, Kunsthandwerk, Englisch Unterricht und Kleingruppenkurse zur Persönlichkeitsentwicklung.

Später sollen noch Sport- und Musikkurse angeboten werden, und auch Berufsbildende Kurse.

Eine Geschichte…

Unsere Mitarbeiterin Lena, Gründerin und Leiterin des Trauma-Therapie-Zentrums, berichtet: „Die Mädchen fühlen sich bei uns sehr wohl; diejenigen, die zunächst sehr schüchtern, ja ängstlich waren, gewinnen immer mehr Selbstvertrauen und besiegen ihre Ängste. Wir arbeiten mit ihnen in Gruppen sowie individuell beratend.

In der Gruppe singen wir auf Englisch und Arabisch. Die Mädchen haben großen Spaß an der Musik und lernen ganz nebenbei Englisch.“

Die jungen Frauen haben als IS-Sklavinnen Schreckliches erlebt, die meisten sind schwer traumatisiert. Lena weiter: „Einem Mädchen mit Namen Nesia (Name geändert) versuchen wir seit langem in vielfältiger Weise zu helfen. Sie hatte große psychische Probleme und wurde immer wieder ganz plötzlich ohnmächtig.

Inzwischen geht es ihr von Tag zu Tag besser: Sie kann regelmäßig essen, lacht mehr. Sie vertraut uns ihre Probleme an und gewinnt Selbstvertrauen.

Jetzt hat sie sich in einen Jungen verliebt, die Verlobung ist geplant. Sie ist glücklich, dass ihr Leben sich so verändert hat. Inzwischen unterrichtet sie im nahen Flüchtlingslager Englisch. Ich freue mich für sie und über die dramatische Veränderung in ihrem Leben.“

Ein Jahr im Therapiezentrum kostet für eine Frau etwa 180 Euro. Die Projektnummer ist 8013.

Bitte helfen Sie uns zu handeln!

Unsere Hilfe ist nur Dank Ihrer Unterstützung möglich!