Udo Stolte reist nach Kurdistan, um sich ein eigenes Bild von der Situation der Flüchtlinge zu machen.

„Unsere Mutter lebt nicht mehr – Vater kämpft bei der Peshmerga gegen die Terroristen“, antwortet das Mädchen auf meine Frage nach ihrer Familie. Ihre Schwester ergänzt: „Nur zwei unserer Brüder sind noch bei uns“, während beide Schülerinnen ihre Tränen nur mit Mühe zurückhalten können.

Diese beiden Schwestern habe ich in der Stadt Rania in Kurdistan getroffen, als ich mehrere Flüchtlinge in dieser Stadt gesprochen habe. Kaum werde ich diese Begegnung jemals vergessen können. Am meisten betrifft mich nicht das, was die beiden erzählt haben, sondern was sie verschwiegen haben. Das konnte ich nur zwischen den Zeilen und in ihren Augen lesen…

(mehr im Shelter Report Sonderausgabe Kurdistan)

Was können wir für sie tun?

Ich besuche offizielle Flüchtlingslager. Sie sind erstaunlich gut organisiert. Die großen Organisationen leisten offensichtlich gute Arbeit. Da müssen wir nicht einsteigen. Aber immer wieder trifft man auch auf kleine inoffizielle Lager. Die Menschen dort bekommen nichts von den Organisationen, nichts von der Uno. Denn sie wollen oder können nicht in die großen Lager gehen.

Eines davon wird von Johns Freunden betreut, sie verteilen immer wieder Lebensmittel, reden mit den Menschen, spielen und singen mit den Kindern. Es sind Jesiden. Sie wollen nicht in die großen Lager gehen, weil sie Angst vor Repressalien haben, sagen sie. Unsere Freunde haben natürlich nicht genug Mittel um sie komplett zu versorgen. Wir treffen vorwiegend Frauen und Kinder an; die Männer versuchen in der Stadt eine Arbeit als Tagelöhner zu bekommen, um ihre Familien so gut es geht versorgen zu können.

Es wird hier schon ziemlich warm, die wenigen Lebensmittelvorräte verderben zu schnell. Im Sommer wird es richtig heiß. Wir beschließen ihnen Kühlschränke zu beschaffen, gut gefüllt mit Nahrungsmitteln. Dafür haben wir das Geld. Elektrischen Strom haben sie…

(mehr im Shelter Report, Sonderausgabe Kurdistan)

Noch in diesem Jahr

…möchte ich wieder nach Kurdistan – sehen, wie unsere neuen Projekte angelaufen sind, weitere planen.

Die Menschen sind verzweifelt. Wir möchten ihnen Hoffnung geben. Wir können nicht tatenlos zusehen.

Wer mithelfen will – unser Spendenkonto:

Shelter Now Germany e.V.
Bank: Nord/LB Hannover
IBAN: DE65 2505 0000 0002 5230 58
BIC: NOLADE2H

Verwendungszweck: Kurdistan

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