Im „Hevy“-Zentrum (deutsch: „Hoffnung“) für jesidische Waisen und IS-Überlebende haben 60 bis 70 Kinder jede Menge Spaß und erlernen gleichzeitig viele wichtige Dinge für ihr Leben.

Die Leiterin Helen berichtet:

„Unser Team besteht aus sechs jesidischen Lehrerinnen, eine Computer-Lehrerin und ein kleines internationales Team, das uns zurzeit für mehrere Monate unterstützt. Die Kinder haben Fürchterliches unter dem IS erleben müssen und sind extrem traumatisiert. In unserem Zentrum erfahren sie Heilung.  Wir haben Kunst- und Musikklassen, auch Instrumentalunterricht, Englisch- und Arabisch-Unterricht und vieles mehr. Alles auf der Basis der Montessori-Pädagogik.

Die Kinder sind zwischen sechs und elf Jahre alt, seit einiger Zeit haben wir auch 12- bis 15-jährige bei uns.

Besonders wichtig ist uns, dass diese Kinder und Jugendlichen lernen, mit ihren Gefühlen umzugehen – nach all dem Schrecklichen, was sie durchmachen mussten. Wir ermutigen sie, ihre oft schmerzvollen Gefühle auszudrücken, beispielsweise in gespielten Sketchen, Kunstwerken, Musik. So lernen sie mit ihren Gefühlen in der Gemeinschaft mit Geschwistern, Freunden und in anderen Beziehungen umzugehen. Sie lernen, sich als einzigartig und als von Gott geliebte Persönlichkeiten zu erfahren.

Alicia (Name geändert) verlor ihren Vater durch IS-Mörder. Wie die anderen Kinder ihrer Gruppe neulich schrieb auch sie einen Brief an Gott und an die Menschen, die sie verloren haben, hängte ihn an einen Gasballon und malte noch ein Herz darauf. Gefragt, wofür dies stand, sagte sie, es sei das Herz ihres Vaters. Sie versuchte ihre Tränen zurückzuhalten während sie erzählte, wie sehr sie ihn vermisst und was für ein guter Vater er für sie gewesen war.

Mit Tränen in unseren Augen ließen wir die Ballons in den Himmel steigen. “

 

Das Zentrum finanziert Shelter Now Germany mit 2.300 Euro im Monat. Die Projektnummer ist 8011.

 

 

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