Die Kuchis - Afghanistans Nomaden

Seit 3000 Jahren leben die Kuchis (sprich: Kutschies) als Halbnomaden. Im Sommer bewohnen sie die Bergregionen Afghanistans, zum Winter wandern sie mit ihren Kamelen und Schafherden nach Süden, in die niedrigen Regionen des Landes – oft bis nach Pakistan.

24. November 2007


Ein Kuchi-Junge mit seinem jungen Kamel

Seit mindestens 3000 Jahren leben die Kuchis (sprich: Kutschies) als Halbnomaden. Im Sommer bewohnen sie die Bergregionen Afghanistans, zum Winter wandern sie nach Süden, in die niedrigen Regionen des Landes – oft bis nach Pakistan.

Ihren Lebensunterhalt bestreiten sie zumeist aus ihren Herden: Schafe, Ziegen, Kamele. Manche Clans treiben auch Handel mit anderen Gütern.

Kriegshandlungen, Landminen und Dürrejahre haben viele Familien in den Ruin getrieben. Ihre Herden sind bis auf minimale Reste dezimiert, sie müssen sich als Tagelöhner verdingen. Ein Volk verliert seine Kultur und Identität.

Dieses Volk gilt als wild und unberechenbar. Kaum eine Organisation hilft ihnen.

Shelter Now versucht zusammen mit den Verantwortlichen verschiedener Kuchi-Clans, diese negative Entwicklung umzukehren. Wir geben ihnen Kredite. Die Herden werden wieder aufgestockt. Nach einigen Jahren sind sie von uns unabhängig und können ihren traditionellen Lebensstil wieder verwirklichen oder auch - wenn es ihnen möglich ist und sie das wollen - sesshaft werden und ihren Kindern bessere Bildungschancen ermöglichen.

Zusätzlich werden wir Mädchen und Jungen dieser Clans das Schreiben und Lesen beibringen und bieten den Frauen eine Hygiene-Ausbildung an, denn die Kindersterblichkeit ist eine der höchsten weltweit.

Wenn Sie für die Kuchis spenden möchten, geben Sie einfach „Kuchis“ als Verwendungszweck an.