Kirchen-Kicker aus 13 Nationen stiften den 150. Brunnen für Afghanistan

Aktion "Einen-Brunnen-stiften" verhalf inzwischen über 30.000 Menschen zu sauberem Trinkwasser

12. September 2018


Brunnen Qalai Haji Deen Mohammad

Freude über den neuen Brunnen herrscht im Dorf Qalai Haji Deen Mohammad.

Die Kinder im Dorf Khaja Khil sind begeistert über ihren neuen Brunnen.

Dies ist der Brunnen Nr. 150 in dem Dorf Khaja Khil.

In Kürze entsteht in Afghanistan der 150. Brunnen, den Menschen gestiftet haben. Seit 2012 haben Familien, Schulen, Kindergärten oder Kirchengemeinden jeweils mindestens 950 Euro zusammengelegt, damit afghanische Dörfer und auch einige Schulen klares und sauberes Trinkwasser bekommen. Den 150. Brunnen stiftet die Internationale Fußballmannschaft der Braunschweiger Friedenskirche mit Spielern aus 13 Nationen. Sie stammen unter anderem aus Deutschland, Russland, der Türkei, Syrien, Nigeria, Argentinien und – Afghanistan. 

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist eins der dringendsten Entwicklungsprobleme im regenarmen Afghanistan; auch in diesem Sommer leidet das Land unter extremer Dürre mit Ernteausfällen bis 100 Prozent und Wasserknappheit. Allein durch die Aktion "Einen-Brunnen-stiften" haben bisher weit über 30.000 Menschen dauerhaft direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. Sie müssen nun nicht mehr kilometerweit Wasser schleppen oder das oft verschmutzte Wasser aus den Flüssen trinken.

Die Aktion „Einen-Brunnen-stiften“ geht auf die Anfrage einer Familie zurück, die jedem ihrer drei Kinder zum Geburtstag einen Brunnen in Afghanistan schenken wollte. Shelter Now setzte die Idee um – die ersten drei Brunnen tragen die Namen der Kinder Salome, Natanael und Esperanza. Viele Spender griffen seither die Anregung auf. Die Brunnen kosten durchschnittlich 1.900 Euro. Wird wenigstens die Hälfte dieser Summe gespendet, legen wir den Rest dazu. Der Spender kann sich den Text für die an dem Brunnen angebrachte Tafel aussuchen und erhält eine Urkunde mit Ortsangabe und Fotos von der Einweihung. 

In der Tangi Gharo-Mädchenschule in der Provinz Kabul freuten sich Ende Juni 1500 Schülerinnen und ihre Lehrerinnen: „Früher waren wir öfter mal krank, weil wir nicht genug getrunken hatten. Durch den Brunnen ist das jetzt kein Problem mehr“, sagte ein Mädchen bei der Einweihung und dankte den Spendern.