Schrecklicher Anschlag in Kabul am 23. Juli 2016

Über 80 Menschen getötet, 231 z. T. schwer verwundet. Shelter Now wird Hinterbliebenen helfen.

03. August 2016


Afghanisches Mädchen - viele haben ihre Väter verloren.

Durch den Terror-Anschlag haben viele Kinder ihre Väter verloren.

Die grauenhafte Bluttat der IS-Terroristen hinterlässt nicht nur die Toten und Verletzten. Es gibt auch die vielen Hinterbliebenen der Toten und die Familien der Verletzten. Zusätzlich zu ihrer Trauer, ihrem Trauma müssen sie um ihr eigenes Überleben fürchten: Die Arztkosten, die Einkommensausfälle! Wie sollen sie das alles verkraften?

Shelter Now hat beschlossen, die in diese Notlage geratenen Menschen zu unterstützen. Je nachdem, was sie am dringendsten benötigen, möchten wir zur Verfügung stellen.

Dafür benötigen wir finanzielle Hilfe. Wenn Sie diesen Menschen in ihrer Not beistehen möchten, spenden Sie bitte an:

Shelter Now Germany e.V.
Bank: Nord/LB Hannover
IBAN: DE65 2505 0000 0002 5230 58

mit dem Kennwort: Terroranschlag Kabul

Hintergrund:

Tausende Menschen aus der afghanischen Volksgruppe der Hazara demonstrierten am Samstag, d. 23. Juli friedlich an mehreren Orten in Kabul für die Verlegung einer Stromtrasse, damit sie durch Bamian in Zentralafghanistan verlaufen sollte, um auch das Hazara-Gebiet zu versorgen. Drei IS-Terroristen hatten Anschläge geplant und vorbereitet. Ein Anschlag versagte aus technischen Gründen, ein weiterer Attentäter wurde von der Polizei getötet, bevor er seinen Anschlag durchführen konnte, eine Bombe, anscheinend als Speiseeis-Wagen getarnt, explodierte.

Die offizielle Zahl der Toten beläuft sich auf "mindestens 80", die der Verletzten auf 231 bis 260. Die Veranstalter der Demonstration sprechen allerdings von viel mehr Toten und Verletzten.

Die Hazara gehören zu den ärmsten Volksgruppen in Afghanistan und wurden als Schiiten immer wieder von radikalen Sunniten drangsaliert. Da vor allem - wahrscheinlich ausschließlich - Männer an der Demonstration teilgenommen haben, werden viele Familien durch den Anschlag in bittere Armut gestürzt. Die Versorger der Familien sind nicht mehr vorhanden, die Witwen müssen nun ihre Familien versorgen. Wir wollen helfen, wo wir können.

Einige der Toten waren Freunden von uns bekannt.

Wir verzichten bewusst darauf, eins der fürchterlichen Fotos hier zu veröffentlichen.