Schafe und Kühe als Mikrokredit

Kühe bilden die Existenzgrundlage vieler Dorffamilien. Während der Kriegsereignisse kamen die meisten Rinder um.

Wir haben ein System erarbeitet, nach dem Familien sich wieder Kühe beschaffen können: Familen bekommen einen Kredit zum Kauf einer tragenden Kuh bzw. einer Kuh mit einem Kalb. Damit können sie wirtschaften und zahlen den Kredit nach einem Jahr zurück. Das Geld steht dann einer weiteren Familie zur Verfügung. Für die Rückzahlung und Neuvergabe der Darlehen sorgt ein gewähltes "Kuh-Komittee".

Auf diese Weise haben mittlerweile ca. 280 Familien Kühe erhalten, und die haben natürlich Nachwuchs bekommen...

Das Volk der Kuchi...

...lebt halbnomadisch. Sie haben keine Kühe, sondern Kamele, Schafe und Ziegen. Während der fünfjährigen extremen Dürre zurzeit des Talibanregimes verloren sie 75% ihrer Tiere. Viele Klans sind dadurch völlig verarmt.

Nach dem Prinzip des Kuhprojektes bekommen sie pro Famile ein Darlehn für fünf Mutterschafe. Je drei Familien erhalten einen Zuchtbock. Hier sorgt ein "Schaf-Komitee" für die pünktliche Rückzahlung und Weitervergabe der Kredite. Es funktioniert! Bis jetzt haben etwa 1.000 Familien Schafe bekommen. Diejenigen, die die ersten Kredite erhalten haben, können inzwischen von ihrer Schafherde leben.

Langzeitbericht zum Kuchi-Projekt hier zum Download:

Bildung für die Kuchi

Ein Kuchi-Junge mit Kamel

Als "Fahrendes Volk" haben die Kuchi kaum Zugang zu Bildungseinrichtungen.

Durch die guten Beziehungen zu den Kuchi-Clans war es uns möglich, Frauen das Lesen und Schreben zu lehren und einen Schulunterricht für Mädchen und Jungen zu finanzieren.

Der Unterricht findet in Zelten statt. Wenn Sie die Kuchi-Projekte unterstützen möchten:

  • ein Mutterschaf kostet etwa 90 Euro
  • Schulbildung für ein Kind: 3 Euro/Monat