„Die Schäfchen ins Trockene bringen“ - Shelter Now Kampagne in der Braunschweiger Fußgängerzone
Braunschweiger Kinder am Stand von Shelter Now
Nachricht vom: 18.08.2009
Zwei Kühe und ein Schaf aus Kunststoff standen am Freitag und Samstag mitten in der Fußgängerzone der Braunschweiger Innenstadt. Eine Kuh konnte gemolken werden. Dazu gab es eine Menge verschiedener Aktivitäten: man konnte sich beispielsweise die Hände mit Henna mit afghanischen Ornamenten bemalen lassen, Kinder konnten kleine Schafe aus Sperrholz aussägen und bemalen.
Mit dieser Straßenaktion wollte das christliche Hilfswerk Shelter Now auf seine Projekte hinweisen: Die Organisation vergibt Mikrokredite an afghanische Bauern- und Nomadenfamilien zum Kauf einer Kuh bzw. von fünf Schafen. Sie sollen den Grundstock für ein selbstständiges Wirtschaften dieser Familien bilden. Die Kredite werden nach einem Jahr zurückgezahlt und an weitere Familien vergeben. Nach fünf Jahren haben sich die Schafe zu einer Herde von ca. 50 Tieren entwickelt, wovon eine große Familie existieren kann.
Die Braunschweiger Passanten reagierten durchweg sehr aufgeschlossen auf die Shelter Now Kampagne. „Endlich mal positive Nachrichten aus Afghanistan“ und ähnliche Kommentare waren zu hören.
„Ausländische Hilfe für Entwicklungsländer führt häufig in neue Abhängigkeiten“, so Shelter Now Direktor Udo Stolte, „Hier ist ein Ansatz, der afghanische Familien unabhängig macht. Man begegnet sich auf Augenhöhe und degradiert die Afghanen nicht zu Hilfsempfängern. Sie bekommen nichts geschenkt, sondern zahlen die Kredite gern zurück. Diese Projekte achten also die Menschenwürde der Projektpartner.“
Die Kredite sind aus Spendenmitteln bereitgestellt worden, größtenteils von der „Kindernothilfe“. Shelter Now freut sich auf weitere Spendenwillige, die gern in diese „Schafwährung“ investieren.
Luftballonaktion:
Die Karte von Ballon 22 ist zu uns zurück geschickt worden. Der Ballon flog bis Räbke in den Süd-Elm (ca. 20 km).