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Den Neuanfang wagen: Baumaterial, landwirtschaftliche Grundausstattung, Wasserversorgung - Shelter Now gibt Starthilfe für den Neuanfang afghanischer Kriegsflüchtlinge.
Der Granatapfel wird als besonders beliebtes Obst auch exportiert.
Entwaldung ist ein riesiges Problem in Afghanistan. Sie ist mitverantwortlich für die große Dürre im Land in den vergangenen Jahren. Denn Wälder wirken sich positiv auf den Grundwasserspiegel aus. Unzählige Bäume wurden in den 25 Jahren des Bürgerkrieges vernichtet, Wälder gerodet. Sie fielen der "Politik der verbrannten Erde" der gegnerischen Kriegsparteien zum Opfer.
In der fruchtbaren Shamalie-Ebene, die einst für den Obstbau bekannt war, wurden die meisten Obstpflanzungen durch die Taliban zerstört. Zur Wiederaufforstung verteilt Shelter Now junge Obstbäume an dort lebende Familien. Sie leisten dafür einen eigenen geringen finanziellen Beitrag. Die Pflanzungen erfüllen viele Zwecke: sie sind Bestandteil des "Grundwasser-Management-Programms" in dieser Region, sie versorgen die Familien mit gesundem Obst, Überschüsse können vermarktet werden und bessern somit das Familieneinkommen auf.
Zu Obstbäumen gehören naturgemäß Bienen. Sie sammeln nicht nur den Nektar der Blüten, sondern tragen mit ihrem sprichwörtlichen Fleiß zu Befruchtung und reicher Ernte bei.
In Afghanistan wird Honig wegen seines Beitrags zur gesunden Ernährung besonders geschätzt und ist daher ausgesprochen teuer. Honig wird zum großen Teil importiert, für die heimische Produktion ist also ein Markt vorhanden, ebenso für den Export.
Shelter Now unterrichtet Familien in der Bienenhaltung und Honigproduktion. Sowohl in den vorhandenen wie auch in den neuen Obstpflanzungen finden die Bienen genug Weide, zumal in dieser Gegend im Frühjahr und Sommer viele Wildblumen blühen.
Arme Familien bekommen je zwei Bienenvölker und einen Extraktor, mit dem Sie den Honig aus den Waben gewinnen können. Dazu erhalten sie das entsprechende Fachtraining. Nach einem Jahr, wenn die Bienen sich vermehren, wird von den neuen Bienenvölkern eines in das Projekt zurückgegeben, damit weitere Familien mit einer Start-Ausstattung versorgt werden können.
Eine solche Ausstattung für den Imkerstart kostet uns für eine Familie 220 Euro.